mediasol
Hinweise zum Mastering

MediaSol ist bestrebt Ihre Musik mit der höchsten audiophilen Qualität zu verarbeiten. Damit wir dies erreichen können, benötigen wir gewisse Grundinformationen über die zu verarbeitenden Daten.

 

Zusätzlich sind weitere Massnahmen vorzunehmen, damit die Daten möglichst verlustfrei bei uns eingelesen werden können.

 

Diese Seite zeigt Ihnen die nötigen Massnahmen, um ihre Songs qualitativ hochwertig zu übermitteln.

 

Erklären Sie uns Ihre Wünsche und Vorstellungen

Jeder Musiktyp benötigt unterschiedliche Behandlung. Manchmal ist es schwierig uns zu sagen, wie Ihre Vorstellungen genau aussehen. Wenn Sie bei der Mastering Session nicht dabei sein können, werden wir darauf achten Ihre Wünsche und Vorstellungen aus der Musik herauszulesen und in unsere Verarbeitung zu integrieren, damit Ihre Kommunikation mit dem Musikhörer stattfinden kann. Wir möchten Ihnen das Gefühl weitergeben, wie wir Ihre Musik verstehen und es der Zuhörer verstehen könnte.

 

Es ist nicht unser Ziel einfach alles automatisch zu verarbeiten und direkt mit der Verarbeitung und dem Equalisieren loszulegen. Viele schöne Musikstücke sind ganz ohne Equalizer also 'flat' ohne weitere Verarbeitung (Kompression oder Levelanpassung) gemastert worden. Aber fast jedes Medium, das uns erreicht kann nicht ohne minimale Politur auskommen, bevor es uns verlässt.

Wir begrüssen es sehr, wenn Sie uns eine CD eines anderen Künstlers mit der gleichen Musik, bzw. dem angestrebten Ziel vorlegen, damit wir eine Vorstellung haben wie Ihr Ziel aussehen soll. Nach der Mastering Session erhalten Sie eine Referenz CD oder Wavedatei auf dem FTP Server, damit Sie das Resultat auf Ihrem eigenen System prüfen können (Es gibt kein besseres System als die Anlage, die Sie kennen), falls nötig, teilen Sie uns dann die Änderungen mit und wir können unsere Verarbeitung gemäss Ihren Vorstellungen anpassen.

 

 

Namensgebung Ihrer Dateien

Für uns ist es enorm wichtig, dass Sie die Dateien mit dem richtigen Namen und der CD Position angeben. Die Dateien könnten in folgendem Format benannt werden:

'01_songname.wav', '02_songname.wav', '03_songname.wav', etc..

Wenn die Dateien betrachtet werden, sind sie automatisch in Sequenz. So können Sie einfacher von uns importiert werden und werden auch in der korrekten Reihenfolge auf der CD erscheinen.

Es besteht auch die Möglichkeit ein Readme File beizulegen oder die Reihenfolge der Songs bei der Auftragserstellung anzugeben. Falls Sie sich nicht für eine Reihenfolge entscheiden können, helfen wir Ihnen gerne bei der Festlegung der Songreihenfolge.

 

 

Vorbereitung von digitalen Daten

Beginnen Sie die Songs 1-2 Sekunden vor dem ersten Ton, nicht direkt beim ersten Ton geschnitten. Starten sie das Bouncing (Zusammenführen der einzelnen Monospuren zum Stereomix), der natürlich 24Bit sein sollte, 1-2 Sekunden vor dem Trackstart und auch 1-2 Sekunden nach dem ausklingen des Tracks (nach einem eventuellen Fade Out). Bouncen Sie bitte 24-bit Interleaved AIFF stereo, BWF, or WAV Dateien (Alle anderen Formate sind weniger unterstützt und benötigen von uns mehr Zeit zum Umwandeln, bzw. importieren in unsere Workstation).

Wir bevorzugen Interleaved (Stereo) Dateien, Split Mono Dateien garantieren keine Synchronisation der Stereo Abhängigkeit. Falls Sie Split Mono Dateien erstellen müssen und keine Stereodatei erstellen können, bitten wir Sie die Kanäle jeweils mit R und L zu kennzeichnen, so dass eine Verwechslung ausgeschlossen ist (Beispiel: 01_Songname_L.wav, 01_Songname_R.wav, etc.). Bitte benutzen Sie nicht mehr ein Punkt (.) für den Dateinamen (also: .wav und nicht .wav.aif), da ein PC die Datei nicht korrekt interpretieren könnte. Sound Designer II Dateien (SD2) sind nicht empfehlenswert und werden von offiziell von Digidesign abgelehnt.

Legen sie alle zu masternden Mixes in einen Ordner, benennen Sie diese nach den Songnamen und deren CD Position um (Dies wird Ihnen später beim Zusammenstellen der CD helfen)!

 

 

Datei Extensions (Dateiendungen)

Für Mac OSX Nutzer ist es wichtig, dass alle Dateien Extensions haben. Gehen sie in den Finder, Eigenschaften und schalten Sie die Erweiterte Option "Alle Dateiendungen anzeigen". Bitte stellen sie sicher, dass jede Datei eine Extension (.wav, .aif, etc.) haben. Benutzen Sie keine "/" oder "\" im Dateinamen, PCs können solche Charakter nicht interpretieren.

 

 

Sample Rates

Die Qualität der "state of the art" Konverter (A/D, D/A und Samplerate Konverter) wurde in den letzen fünf Jahren exponentiell gesteigert. Vor fünf bis zehn jahren wurde noch mit einer maximalen Samplerate von 44.1 kHz gearbeitet. Heute ist dies nicht mehr so, wir empfehlen zum Verarbeiten der Audiodaten die höchstmögliche Samplerate (typischeweise 96kHz, höhere Sampleraten wie 192kHz etc. bringen keine weiteren Verbesserungen) und Bittiefe (Wordlength, min. 24Bit), die Ihre Workstation unterstützt. Wenn Sie digital Mischen, Konvertieren Sie die Sampleraten nicht! Mischen und Bouncen Sie mit den gleichen hohen Sampleraten wie die Multitrack Daten. Für die Verarbeitung brauchen wir die Daten der ersten Generation.

Falls Sie mit einer Analogen Konsole Mischen, verwenden Sie eine höhere Samplerate als die Multitrack Daten, dies ermöglicht eine marginale Verbesserung des finalen Mixes (Sollten Sie eine 48 kHz Multitrack Maschine benutzen, nutzen sie für die Stereoaufnahme eine 96kHz Samplerate).

Im Mastering bleiben wir bis zum letzten Schritt (Red Book CD Erstellung, Exabyte Export, etc.) bei der höchsten möglichen Samplerate (bsp. 96kHz).

 

 

Vocal Up/Vocal Down

Es ist nie einfach, die Lead Stimme in der richtigen Lautstärke im Mix zu plazieren. Wenn es "genau richtig" ist, dann stimmt der Fluss der Band und die Leadstimme ist genug Present um sich durchzusetzen, lässt aber dem Hintergrund der Musik genug Luft ohne in zu überdecken. Im Mastering ist es möglich, dass ein Song am Ende besser tönt, wenn man die Leadstimme etwas lauter oder leiser im Mix hat. Der Mastering Prozess könnte die Leadstimme im Gegensatz zum offenen Mix etwas in den Hintergrund rücken, bzw. den Hintergrund hervorheben, so dass die Leadstimme leicht korrigiert werden müsste. Diesen Effekt kann man verhindern, in dem man die Leadstimme im Mix überbetont und so den Effekt minimiert. Wenn Sie eine Automation benutzen, macht es keinen Aufwand, wenn Sie die Leadstimme etwas hervorheben (wir sprechen hier von 1/2 dB bis 1 dB mehr pro Mix) und eventuell auch einen vocal down Mix. Dies kann Ihnen später unzählige Stunden sparen.

 

 

Maximale Länge

Das finale CD Master mit Songs, Pausen und auslaufenden Hallfahnen, darf nicht länger als 79:38 sein. Wir werden die korrekte Länge nach dem Mastern und Zusammenstellen (Editieren) der CD ermitteln.

 

 

Nuendo/Wavelab/Samplitude/Sequoia Nutzer:

Anstelle von 24-bit, können Sie mit den genannten Applikationen 32-bit float WAV Dateien oder Dateien in deren nativem Format erstellen. Sollten Sie mit einer weiteren Applikation arbeiten, bitten wir sie uns ein Testfile zuzustellen, damit wir die kompatibilität auf unserer Workstation verifizieren können. 48-bit Dateien werden nicht unterstützt, da sie keinen weiteren Mehrwert für die Audiobearbeitung bringen.

 

 

FTP Upload

 

Es besteht die Möglichkeit bei uns Ihre Daten via FTP Upload via Browser oder FTP Client bereit zu stellen. Falls Sie die Daten via Browser hinaufladen wollen, empfehlen wir Ihnen die Daten mit Hilfe eines Zip Programmes zusammen zu fassen, so dass nur eine Datei übrig bleibt. Die Übertragung erfolgt dann weitgehend störungsfrei. Falls Ihre Datei grösser als 2 GB wird, bitten wir Sie einen FTP Client zur Hilfe zu nehmen, da ein Browser keine grösseren Dateiübertragungen unterstützt. Ein weiterer Vorteil von FTP Übertragungen ist, dass Sie die Daten jederzeit weiter heraufladen können, ohne nochmals von vorne zu beginnen, falls die Übertragung abgebrochen wurde oder das Programm abstürzt.

 

Freier FTP Clients für Mac OS X: Cyberduck

Freier FTP Clients für Windows: Filezilla FTP

 

 

Physische Lieferung

 

Beschriften des Tapes oder der CD

Die hälfte der Datenträger in einer Bibliothek werden fälschlicherweise mit "Master" beschriftet. Sie können sich bestimmt vorstellen, dass es sehr verwirrend ist, die richtige Kopie aus all den "Master" herauszusuchen, wenn sie nicht korrekt angeschrieben und versionisiert sind. Es gibt nur ein "Master" für ein Album, dies ist der finale, PQ editierte, entzerrte, mit pausen versehene und vorbereitete Datenträger, der keine weitere Bearbeitung für den Pressvorgang benötigt. Nur korrekt formatierte DDP Exabyte Tapes, Dateien oder CD-A Masters können dieses Label tragen. Ein DAT ist kein CD Master. Eine CD-ROM mit dem Mix ist kein Master. Bitte beschriften Sie die Datenträger, die Sie uns senden für das Mastering senden mit: Submaster oder Work Tape, Mix, Final Mix, Session Tape, Edited-Mix, Compiled-mix, Equalized Mix, etc. Dieses Labelling verhindert Verwirrungen beim Suchen des richtigen Masters in einer Review Session.

 

Unter dem nachstehenden Link finden sie alle Informationen, was wir über Ihre Daten wissen müssen! Sie können auf Ihrem Datenträger auch eine "readme" Datei im Textformat ablegen, die weitere Informationen enthält, wie ISRC Codes und Kommentare oder Wünsche für die Gestaltung des Sounds, Fades, etc. auf dem Master. Weitere sinnvolle Informationen: Kanalbelegung bei Surroundaufnahmen(L, R, C, LFE, LS, RS; oder L, R, LS, RS, C, LFE), interleaved oder split. Es ist schnell passiert, dass Informationen, die lose bei einem Datenträger liegen verloren gehen oder Datenträger verloren gehen, sobald mehrere gleiche Datenträger zugestellt werden, wenn man keine sorge trägt. Bitte versuchen Sie die Datenträger mit den genannten Informationen zu versehen!

 

 

Gebrannte CDs:

Auf einem Mac schreiben Sie Ihre Daten mit Toast. Auf dem PC mit Easy CD Creator oder Nero. Benutzen Sie Marken Rohlinge mit dunkelgrüner oder grün-bläulich schimmernder Färbung der Rückseite (Alles ausser gelb-gold oder Schwarz). Taiyo Yuden sind die besten, aber Sony, Fuji, Mitsui, und HHB führen auch gute Rohlinge.

Wenn Sie ihren Datenträger in Toast erstellen, wählen Sie "Datenträger schreiben" (nicht "Session schreiben"). Brennen Sie ein UDF DVD-R oder eine Mac/PC Hybrid CD ROM, mit all Ihren Mixes mit bis zu 16X Geschwindigkeit. 16X ist die beste Wahl für minimale Schreib- und Diskfehler, mit der Weiterentwicklung der Brenner können auch die Geschwindigkeiten gesteigert werden. Wenn sie sicher sind, dass Ihr Brenner bei anderen Geschwindigkeiten weniger Fehler schreibt, nutzen Sie diese. Schreiben Sie die CD, das wars!

Benutzen Sie KEINE Papierlabel! Selbstklebeetiketten sehen gut aus, aber erhöhen die Fehlerrate, da sie die Drehgeschwindigkeit des Datenträgers beeinflussen. Dies wirkt sich besonders bei höheren Geschwindigkeiten als 2X, oder mit Multitrack Dateien, höheren Sampleraten oder grossen Wortlängen aus. CDR's mit Papierlabel tendieren zu Aussetzern, Wiederholungen und Geräuschen. Zudem können sich Papierlabel über die Zeit teilweise oder ganz von der Oberfläche der CD ablösen und den CD Leser beschädigen.

Bitte schliessen sie die Brennsession (finalisieren) der CD ROM. Wenn sie die CD nich schliessen, kann es sein, dass die CD bei uns nicht korrekt gelesen werden kann. Prüfen Sie die lesbarkeit der CD, indem sie die gebrannte CD wieder in den CD Brenner einlegen und dann im Finder oder Explorer anschauen können. Die gebrannten Dateien und Verzeichnisse sind nun sichtbar und haben eine bestimmte Grösse, die Sie unter "Eigenschaften" prüfen können. So können Sie einfach verifizieren, dass die CD nicht leer ist, dies passiert öfter als uns lieb ist :-)..

 

 

Alesis Masterlink

Für Alle, die auf einen externen Recorder mischen ist dies ein optimales Gerät. Die Vorbereitungen der Playlists brauchen Zeit und es gibt ein beschränktes Platzangebot auf einer CD-R, bei den heutigen Sampleraten. CD's sind günstig, doch empfehlen wir den Einsatz von DVD-R anstelle des Masterlinks. So können hochauflösende Dateien gebrannt und uns zugestellt werden. Alle Daten für das gesamte Projekt finden so auf einer DVD Platz und wir müssen nicht mehrere Datenträger für das gleiche Projekt einlesen. Bitte beschriften Sie die Titel mit Namen und nicht nur die Voreinstellung "song01", die von Alesis vorgegeben wird. Es sind nur 8 Zeichen, aber besser als nichts !

Diese Maschine unterstützt "finishing tools" für die Vorbereitung von CD Master, die Ihnen eine Vorstellung des abgeschlossenen Masterin Prozesses geben will. Die Bearbeitung beschränkt sich lediglich auf ein bisschen Kompression, EQ Bearbeitung, indem man nur ein paar Knöpfe drückt. Bislang gibt es kein stand-alone "finishing tool", das ein vollständiges Mastering ersetzen kann. Das ultimative "finishing Tool" ist ein geschulter und erfahrener Mastering Engineer, der in einem kalibrierten und optimierten Umfeld arbeitet, der auf die Kundenwünsche eingehen kann und das Projekt zum Erfolg bringen kann! Sie können mit den Masterlink Tools eine Vorstellung bekommen, wie das Album später klingen könnte, aber bitte senden Sie uns jeweils die UNBEARBEITETEN Daten für den Masteringprozess!

 

 

Analog Tape

Da wir über keine Equipment für analoge Bandaufnahmen verfügen, lassen Sie sich die Tapes in einem versierten Tonstudio mit dem entsprechenden Equipment digitalisieren.

Es besteht die Möglichkeit, dass Sie uns die Bandmaschine mit der die Aufnahmen gemacht wurden zustellen, so dass wir das Analogmaterial selbst digitalisieren.

Jedoch verfügen wir über ein hochqualitatives Abspielgerät für Stereospur Kassetten der Firma Nakamichi und können Ihre Kassettenaufnahmen auf jeden Fall digitalisieren.

Bitte teilen Sie uns auch hier die Titelnamen, und verwendete Bearbeitungsalgorithmen wie Dolby A, SR und die eventuell Angewandten Tapeeinstellungen (EX, SX) der Aufnahmen mit, so dass wir Ihre Analogen Schätze möglichst genau reproduzieren können.

Viele ältere Kassettenaufnahmen haben keine guten Testtöne und manchmal ist es aus Platzgründen unmöglich weitere Testtöne auf das Tape zu spielen. Sollte es unmöglich sein Testtöne auf das Band zu spielen, verwenden wir hochentwickelte Methoden um Azimuthwinkel und verwendete Entzerrung bei der Aufnahme wieder herzustellen.

Hilfreich ist es auch, wenn wir die gewünschte Reihenfolge der Musikstücke auf der CD in einem separaten Dokument oder einer Spalte des Logfiles ersichtlich haben.